1/8

KARLSRUHE

Villa P - Lage verpflichtet

Umbau und Sanierung

im Passivhaus Standard

Schlüsselfertig mit Außenanlage

Realisierung 2016 - 2018

Nutzfläche 560 m2

BRI 2200 m3

In bester Vorortlage umgeben von denkmalgeschützten Bauten und altem Baumbestand, die Lage und Größe des Grundstücks war perfekt. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Bestandes und der Bewertung des Potentials durch unseren Architekten konnten sich die Bauherren schnell für einen Kauf des Objektes entscheiden. Ein behutsamer Umbau mit massiven Veränderungen, so möchte man die Aufgabenstellung beschreiben. Das Wohnhaus durfte in seiner Bauform nicht angetastet werden, die baurechtliche Lage verbot eine Veränderung, wollte man nicht den Großteil der Wohnfläche verlieren. Daher wurden die Fassade und das Dach lediglich erneuert, der Innenraum dagegen komplett neu konzipiert und an die Bedürfnisse des neuen Besitzers angepasst.

Der Bau einer Villa in zweiter Reihe, bei diesem Projekt durften wir uns so richtig in Zeug legen. Die ehemaligen Doppelhaushälften wurden komplett entkernt und neu gestaltet. Die technisch größte Herausforderung bestand jedoch darin, die Bodenplatte im Keller um einen Meter abzusenken und fachgerecht abzudichten. Hierzu wurden die Fundamente in mühevoller Handarbeit unterfangen. Die Maßnahme erlaubte uns den Einbau des Estrichs mit Fußbodenheizung und Bodendämmung im Passivhaus-Standard so wie eine zeitgemäße Raumhöhe von 2,60m im Lichten zu realisieren.

Der massive, zentral auf dem Grundstück ruhende Baukörper wurde durch eine Glasfuge in zwei funktionale Bereiche getrennt. Die neue Erschließung liegt nun in dieser Fuge und bildet mit der Südfassade einen 3-geschossigen Luftraum. Der Besucher wird gebührend im Entre’ empfangen und am Luftraum vorbei zum riesigen Wohn- und Essbereich geleitet. Hier öffnen sich panoramaartig die Glasfassaden der jeweils zugeordneten Terrasse und der Bau löst sich zum Park hin auf.

Weiß ist die einzig richtige Reaktion auf den immense, grüne, parkartige Außenanlage, die sich um das Haus legt. Dem strahlenden Weiß der Fassaden folgt ein ebensolches inneres, das nur durch einige wenige Farbakzente und natürliche Materialien gebrochen wird.

Das Experiment, zwei autarke Wohnhäuser so zu verändern, dass sie wie "aus einem Guss" wirken, scheint gelungen. Besucher sind von der Großzügigkeit der Innenräume und der Ausblicke oft überwältigt, wirkt das Ergebnis, wie nach einem strengen Konzept erdacht und kompromisslos umgesetzt. Der moderne und selbstbewusster Auftritt der Villa kontrastiert mit der gedrungenen Charakter der Nachbarn und zeigt, was man trotz scheinbar unauflöslicher und gegensätzlicher Anforderungen an einem derartigen Ort

1/5